Bauwerksabdichtung

Eine Bauwerksabdichtung dient dazu, das Mauerwerk vor von außen eindringender Feuchtigkeit oder drückendem Wasser zu schützen.

Bauwerksabdichtung durch verschiedene Maßnahmennen
Eine Horizontalsperre der inneren Kellerwand ist eine effektive Maßnahme zur Bauwerksabdichtung.

Wie auch in vielen anderen Bereichen „rund ums Haus“, ist es auch hier wichtig, die Substanz des Hauses und der Grundmauern möglichst langanhaltend durch eine Bauwerksabdichtung zu schützen. Als erstes denkt man wohl darüber nach, eine Firma zu beauftragen, um das äußere Mauerwerk mit einem Bagger freilegen zu lassen.

Kann man die einzelnen Arbeiten einer Bauwerksabdichtung oder die einer kompletten Kellersanierung  eigentlich auch selbst durchführen?

Damit man nicht von Anfang an die falschen Schlüsse zieht was die Schadensbeurteilung betrifft ist als erster Schritt eine genaue Schadensanalyse notwendig. Verschaffen Sie sich als erstes am besten selbst einen kurzen Eindruck von den betroffenen feuchten Stellen. Der Bausachverständige  würde in jedem Fall gleich vorgehen. Begutachten Sie alle Kellerräume und achten Sie darauf, ob sie feuchte Stellen an der Wand sehen oder abgebröckelte Farbe entdecken. Wenn Ihnen z.B. weiße Salzkristallablagerungen an der Wand auffallen, dann wird Feuchtigkeit oder von außen drückendes Wasser dafür verantwortlich sein. Danach sollten Sie Ihr Eigenheim einmal von außen begutachten um zu überprüfen ob die feuchte Wand im Keller durch von außen eindringendes Wasser entstanden sein könnte.

Fotografieren Sie am besten die betroffenen feuchten Stellen im Mauerwerk. Auf der Internetseite ARESO feuchtefuchs.de haben Sie eine kostenfreie Möglichkeit ein Bild von der feuchten Stelle hochzuladen um eine kompetente erste Einschätzung Ihres Schadens zu bekommen.

Im Weiteren möchte ich auf mögliche alternative Sanierungsmaßnahmen eingehen.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen der Bauwerksabdichtung von außen und der Bauwerksabdichtung von innen. Eine Bauwerksabdichtung von außen ist sinnvoll, wenn man kostengünstig oder vielleicht auch in Eigenregie mit einem Bagger die Hauswand ausschachten möchte. Zuvor sollte jedoch genau klar sein, was man mit damit genau erreichen möchte.

Soll nur die eine Hauswand gegen durchringende Nässe abgedichtet werden, oder will man den kompletten Keller sanieren?

Wenn man den kompletten Keller sanieren möchte, dann ist eine Bauwerksabdichtung von außen eine sinnvolle Angelegenheit. Dadurch, dass die Kelleraußenwand freigelegt wird, hat man zum Beispiel die Möglichkeit,  die Kellerfenster zu vergrößern,  um mehr Licht in den Keller zu bringen. Noch ein Vorteil ergibt sich, wenn man eine Fassadendämmung  anbringen will, weil man gleich die komplette Hauswand, also auch den Kellerbereich von außen, mit dämmen kann. Zuvor sollte jedoch auch bei der Bauwerksabdichtung von außen der alles richtig saniert werden, um das Mauerwerk sicher und langfristig vor Feuchtigkeit zu schützen. Wenn Sie die Fassade komplett neu machen wollen, dann macht es auch bei dieser Thematik Sinn, die richtigen Baustoffe auszuwählen,  um die Fassade gegen äußere Einflüsse dauerhaft zu schützen.

Das Freilegen der Kelleraußenwand kann jedoch mehr Kosten produzieren als eine Bauwerksabdichtung durch ein modernes Injektionsverfahren, welches von innen durchgeführt wird. Hinzu kommt, dass man aufsteigende Feuchtigkeit nicht durch ein Aufgraben sperren kann.

Diese universell einsetzbare Methode der Bauwerksabdichtung ist genau dann eine gute Möglichkeit, wenn man zum Beispiel nachträglich in einem Reihenhaus den Keller abdichten möchte, ohne durch Aufgraben den Garten oder die Zufahrt des Nachbarn zu tangieren. Außerdem läuft man nicht Gefahr, das Mauerwerk, Hausanschlüsse der Kanalisation oder Kabel, wie bei einer äußeren Ausschachtung der Hauswand, beschädigen zu können.

Wenn die Struktur der Kellerwand mürbe oder rissig ist, dann bietet sich die Methode der Konstruktionsverpressung an, um in mehreren Schritten die komplette Bauwerksabdichtung der betroffenen Kellerwände gewährleisten zu können. Durch die Konstruktionsverpressung wird sozusagen in der Wand und auf dessen gesamter Fläche eine Barriere geschaffen. Wie in vielen Bereichen des Lebens, kommt es auch bei einer Bauwerksabdichtung  auf Qualität und nicht auf Quantität an. Das beginnt schon mit einer genauen Schadensanalyse, damit man die richtigen Sanierungsmaßnahmen durchführen kann, und nicht von Anfang an falsche Entscheidungen trifft.

Ein ebenso wichtiger Faktor der Bauwerkssanierung ist das Injektionsmaterial. Einige Anbieter benutzen nur Injektionsmaterial auf einer Wachsbasis. Es gibt jedoch viele verschiedene  Baustoffe und auch Techniken  für unterschiedliche Einsatzbereiche, welche bei der Bauwerksabdichtung berücksichtigt werden müssen. Deshalb ist es auch notwendig, die modernsten Injektionsmaterialien wie Gele, Harze, Schäume, Silane, Injektionsmörtel etc. zu benutzen, um dadurch  eine sichere Bauwerksabdichtung zu gewährleisten.

Eine Bauwerksabdichtung durchzuführen bedeutet zu guter Letzt aber auch eine Wertsteigerung bzw. Werterhalt Ihrer Immobilie.